Kreisliga Buchen: Die Spitze ist enger zusammengerückt / Rosenberg und Schloßau wollen Fehlstart verhindern / Adelsheim möchte Aufwärtstrend fortsetzen

Bödigheimer Sorgen vor dem Derby

Nachdem Rosenberg und Schloßau gleich zum Auftakt Federn lassen mussten, ist die Liga an der Spitze enger zusammengerückt. Mit Heidersbach und Erfeld/Gerichtstetten warten gleich zwei Verfolger auf weitere Ausrutscher des Führungsduos, um vielleicht selbst noch ins Titelrennen eingreifen zu können. Der FC Hettingen ist nach seinem Überraschungscoup gegen Rosenberg spielfrei.

TSV Buchen II - FC Schloßau. Auch in Mudau mehr oder weniger unter die Räder gekommen, taumelt der TSV weiter Richtung A-Klasse. Der erhoffte Neustart ist gründlich daneben gegangen und bei nur noch zwei Zählern Vorsprung auf Schlusslicht Adelsheim stehen der Buchener Zweiten unangenehme Wochen ins Haus. Zumal auch gegen Schloßau kaum Besserung zu erwarten ist. Denn als eines der stärksten Auswärtsteams steht der FC gleich doppelt unter Druck. Zum einen soll der Kontakt zum Tabellenführer nicht gleich wieder abreißen und zum anderen sitzt Heidersbach dem Tabellenzweiten dicht im Nacken. Grund genug, Gastgeschenke möglichst zu vermeiden.

FC Schweinberg - VfB Altheim. In Seckach sprichwörtlich in letzter Minute alle drei Punkte entführt, hat das zarte Pflänzchen Hoffnung beim FC neue Nahrung gefunden. Aus dem gröbsten Schlamassel ist der Absteiger jedenfalls raus. Und hält die Serie an, ist mittelfristig vielleicht sogar der Sprung unter die Top-Fünf drin. Voraussetzung dafür wäre jedoch ein Sieg gegen den krisengeschüttelten VfB, der selbst das Ruder so schnell wie möglich herumreißen muss, bevor sich die Lage im Unterhaus der Liga erst richtig verschärft. Noch lässt sich die Situation mit einem "Dreier" einigermaßen schnell entschärfen. Allzu viel Zeit darf sich Altheim aber nicht mehr lassen.

FC Bödigheim - SV Seckach. In Schloßau hat sich der FC recht achtbar aus der Affäre gezogen. Auf den Rasen hat sich die Unruhe im Verein also offenbar noch nicht übertragen, denn bei der Jahreshauptversammlung wurde nicht mit so manch kritischem Wort gespart. Die Trainingsbeteiligung sei im Winter schlecht gewesen, weshalb Abteilungsleiter Bernd Kühner kein gutes Gefühl für die Rückrunde hat. Auch habe man noch keinen Nachfolger für den am Saisonende scheidenden Trainer Erol Arslan gefunden. Dass dem Aufsteiger eine ganz schwere Rückrunde bevorsteht, lässt sich zudem am stark dezimierten Kader ablesen. Um sportlich nicht auch noch den Faden zu verlieren, kommt da die Partie gegen Seckach vielleicht gerade recht. Haben Derbys doch bekanntlich ihre eigenen Gesetze und ein Sieg würde sicher dem gesamten Verein guttun. Für den SV eine äußerst unübersichtliche und nicht ungefährliche Gemengelage. Das Potential auch in Bödigheim zu bestehen, hat der Tabellenvierte aber allemal.

SV Adelsheim - TSV Mudau. Geht doch! In Krautheim völlig überraschend den so wichtigen "Dreier" entführt, darf der SVA plötzlich wieder auf den Klassenerhalt hoffen. Der Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz beträgt allerdings noch immer vier Zähler. Sofort nachlegen, lautet daher das Gebot der Stunde gegen einen TSV, der seine Torflaute zumindest vorübergehend überwunden hat und sich selbst im sicheren Mittelfeld festsetzen will. Auf fremdem Rasen hat Mudau bisher allerdings wenig überzeugt. Für Schlusslicht Adelsheim die große Chance, den ersten Heimsieg der Saison einzufahren und vielleicht sogar die rote Laterne abzugeben.

TSV Rosenberg - TSV Krautheim. Lange Zeit unantastbar, gerät die Tabellenführung der Nohe-Elf allmählich ins Wanken. Nach der überraschenden Niederlage in Hettingen ist der Vorsprung auf Verfolger Schloßau auf magere zwei Pünktchen geschrumpft und wenn der "Dreier" gegen Krautheim erneut ausbleibt, droht bereits der Wechsel an der Spitze. Angesichts der zuletzt ebenfalls nur mäßigen Vorstellung der Gäste dürften sich die Sorgenfalten bei der Heimelf allerdings in Grenzen halten. Wenig durchschlagskräftig präsentierten sich die Jagsttäler gegen Schlusslicht Adelsheim und müssen nun mindestens eine Schippe drauflegen, wenn man dem Spitzenreiter einigermaßen auf Augenhöhe begegnen will.

SG Erfeld/Gerichtstetten - FV Laudenberg. Unterschiedlicher könnte die Ausgangslage der beiden Aufsteiger kaum sein. Während die SG nach dem Derby-Sieg in Höpfingen sogar noch ins Titelrennen eingreifen kann, muss der FV deutlich kleinere Brötchen backen. Trotz des spürbaren Aufschwungs gegen Ende der Hinrunde ist das Abstiegsgespenst nämlich noch immer äußerst präsent in Laudenberg. Erneuter Rückschlag nicht ausgeschlossen, denn bereits im Hinspiel hat die SG wenig anbrennen lassen. In der Vorwoche noch spielfrei, müssen die Gäste aus Laudenberg deshalb versuchen, so schnell wie möglich ihren Rhythmus zu finden, wenn beim Mitaufsteiger zumindest ein Teilerfolg herausspringen soll.

VfB Heidersbach - TSV Höpfingen II. Besser als der VfB kann man kaum aus den Startlöchern kommen. Der Lohn für den überzeugenden Auftritt in Altheim: Platz drei gefestigt und die Option auf den Titel deutlich verbessert. Genügend Selbstvertrauen sollte also vorhanden sein, um nun auch die bislang noch recht durchwachsene Heimbilanz etwas aufzupolieren. Die Gelegenheit scheint zumindest günstig, denn im Derby gegen Erfeld/Gerichtstetten präsentierte sich der TSV zuletzt defensiv überraschend anfällig. Und wie man das Höpfinger Abwehrbollwerk knackt, hat der VfB ja bereits im Hinspiel bewiesen. Den Gästen bleiben da wohl nur Außenseiterchancen.