Kann Mosbach den FV Lauda noch einholen?

Noch ein kompletter Spieltag steht in der Fußball-Landesliga Odenwald auf dem Plan. Rosenberg und Neunkirchen müssen aber nächste Woche noch einmal nachsitzen. Foto: Weindl

Der letzte Spieltag der Fußball-Landesliga Odenwald vor der Winterpause verspricht noch einmal Spannung

Von Hubert Waldenberger

Neckar-Odenwald-Kreis. Wenn das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht, gehen die Fußball-Landesligisten ohne Hängepartie in die Winterpause. Vorgestern wurde die Begegnung zwischen dem FV Reichenbuch und dem VfR Uissigheim nachgeholt, das die Reichenbucher mit 1:0 für sich entschieden. Das Treffen des TSV Rosenberg mit dem SV Neunkirchen wird am 10. Dezember nachgeholt. Und das Nachholspiel zwischen dem FC Grünsfeld und dem am Wochenende pausierenden FV Mosbach geht an diesem Freitag über den Rasen. Die acht Matches des am Wochenende auf dem Programm stehenden zweiten Rückrundenspieltags werden am Sonntag um 14 Uhr angepfiffen.

Ob der FV Mosbach den Tabellenführer Lauda vor der Winterpause eventuell noch abfangen kann, hängt mit dem Resultat zusammen, das die den zweiten Tabellenplatz einnehmenden Kreisstädter heute in Grünsfeld in die Ergebnisliste schreiben, sowie mit dem sonntäglichen Abschneiden der Taubertäler in Neunkirchen. Doch auch der für den FV Lauda sprechenden Tordifferenz kommt keine unerhebliche Bedeutung zu.

Fest steht, dass Trainer Dominic Krümpelbecks Mosbacher Team bei der Zahl der absolvierten Partien den Fußballern aus der Eisenbahnerstadt hinterherhinken wird, weil dem MFV bereits übermorgen die planmäßige Rückrundenfreischicht verordnet ist, die für den FV Lauda erst am 21. Mai des kommenden Jahres greift. Bis dahin kann allerdings noch viel passieren. Jedenfalls müssen die Kreisstädter heute in Grünsfeld alles in die Waagschale werfen, um nach den 90 Minuten mit drei Punkten aus dem Grünbachtal nach Mosbach zurückkehren zu können.

Weil der FV Lauda am Sonntag im Kleinen Odenwald gastiert, steht dem SV Neunkirchen eine schwere Aufgabe ins Haus. Bange machen gilt nicht, heißt es beim SVN. Nicht ohne Grund, denn die „Neikercher“ sind schon wochenlang ungeschlagen und haben seit dem 29. Oktober fünf Begegnungen gewonnen, ergo 15 Punkte auf ihr Konto überwiesen. Die Früchte der Erfolge ergeben sich aus der Tabelle: Platz fünf. Am 17. August hat SV-Spielertrainer Florian Müllers Elf in Lauda 0:3 verloren. „Dennoch muss man festhalten, dass wir vor allem in der ersten Halbzeit, aber auch nach dem 1:0 Lauda gut bespielt haben“, kommentierte Müller damals. Daran will der SV Neunkirchen übermorgen anknüpfen.

Metaphern wie „der Knoten ist endlich geplatzt oder der Bock wurde endlich umgestoßen“ stehen als Bezeichnung für das Ende einer Negativserie. Eine zutreffende Beschreibung der Situation des TSV Höpfingen, der sowohl auswärts als auch im heimischen Lochbachtalareal einige Niederlagen einstecken musste, zuletzt jedoch mit einem 5:1-Erfolg in Reichenbuch das Niederlagental hinter sich ließ und in der Tabelle auf Rang 15 vorrückte. Nach dem 5:1 in Reichenbuch war die Rede vom „Hauk-Festival“, weil Julian Hauk vier der fünf TSV-Goals erzielte, darunter ein Hattrick.

Übermorgen empfangen die Höpfinger den TSV Rosenberg. Daniel Breitinger, der Rosenberger Spielertrainer, zeigte sich vor der letztwöchigen Partie gegen den VfR Uissigheim mit der Situation zufrieden, nach dem 1:0-Sieg seiner Mitstreiter gegen den VfR war Breitinger sicherlich noch zufriedener. Garantiert wäre der Spielertrainer der Bauländer am zufriedensten, wenn in der Auswärtspartie in Höpfingen zum Jahresabschluss erneut ein Dreier verbucht werden könnte. In der Hinrunde gingen die Rosenberger Fußballer nach der Partie gegen „Höpfi“ als 4:1-Sieger in die Kabine.

Dass die SpVgg Neckarelz zwischen dem ersten und zweiten Tabellendrittel pendeln würde, war zu Beginn der Saison nicht zu erwarten. Pessimisten hatten die Neckartäler sogar mit dem Abstiegskampf in Zusammenhang gebracht. Weit gefehlt. Trainer Stefan Streraths junge Mannschaft hat sich prima entwickelt beziehungsweise wurde vom Coach vorangebracht. „Es war eine bunt gemischte Truppe, mit der Stefan Strerath angefangen hat, da war eigentlich selbst mit dem Erfolg, den wir jetzt haben, nicht zu rechnen. Ein großes Kompliment“, lobte SpVgg-Präsident Dr. Thomas Ulmer dieser Tage im Rahmen der Hauptversammlung des Neckartalvereins. Am Sonntag machen sich die Neckarelzer auf den Weg zum Auswärtsspiel beim VfR Uissigheim, um die SpVgg-Erfolgsgeschichte fortzuschreiben.

Auch das Fahrtziel des FV Reichenbuch liegt im Main-Tauber-Kreis, die Equipe aus dem Mosbacher Stadtteil ist auf der schmucken Sportanlage des TuS Großrinderfeld zu Gast. Die Reichenbucher Resultate der letzten Wochen waren so wechselhaft wie das Wetter im April. Teils deutliche Niederlagen wechselten mit knappen Siegen. So sicherte der hauchdünne 1:0-Heimerfolg vorgestern gegen den VfR Uissigheim FV-Trainer Manuel Bayers Mannschaft den vierten Dreier, für den der im Sommer von den Sportfreunden Haßmersheim auf die Reichenbucher Höhe gekommene Mert Kadioglu mit seinem ersten Landesligator sorgte. Mit einem weiteren Drei-Punkte-Erfolg könnte der FVR den sonntäglich Widersacher TuS Großrinderfeld in der Tabelle überholen.

Wo auch immer bei Kennern des regionalen Fußballsports die Landesliga thematisiert wird, kommt irgendwann der Satz vor: „Der TSV Mudau ist kein normaler Aufsteiger.“ Präziser müsste der Satz lauten, dass Mudau als besonderer Aufsteiger imponiert. Mit 32 Zählern belegen die torhungrigen „Mudemer“ (54 Treffer) den vierten Tabellenplatz. Zuletzt düpierte der TSV den Mitaufsteiger 1. FC Umpfertal mit 6:0, nachdem die Odenwälder schon in der Hinrunde dem 1. FC mit 5:1 die Grenzen aufgezeigt hatten. Dass mit Kevin Throm ein junger Mudauer Offensivspieler mit 18 Goals die Torschützenliste der Liga dominiert, steht als weitere Aufsteigerbesonderheit. Am Sonntag steht die Elf aus der Odenwald-Mittelpunktgemeinde auf dem Terrain des FC Grünsfeld dem Tabellendritten gegenüber. In der Hinrunde zogen die Grünsfelder im Odenwaldstadion den Kürzeren. Wiederholung nicht ausgeschlossen.

Ende gut, alles gut. So lautete das Fazit des VfK Diedesheim am vergangenen Sonntag, nachdem die Diedesheimer ihren 1:0-Erfolg gegen den TuS Großrinderfeld eingetütet hatten. Das gute Ende ließ allerdings lange auf sich warten, denn erst in der 89. Minute gelang dem in der 26. Minute eingewechselten Denis Wilhelm das mit drei Zählern belohnte Goal. Zwei in Folge gewonnene Matches zeigten Wirkung. Die Neckartäler erklommen Position elf, die sie am Sonntag beim Mitaufsteiger 1. FC Umpfertal untermauern wollen. Keine utopische Idee der Diedesheimer, denn in der Hinrunde stand gegen den Aufstiegskollegen aus dem Main-Tauber-Kreis ein 5:2-Erfolg unter dem Strich. Auch in der letzten Partie des Jahres gilt noch die Anfang November formulierte Zielvorgabe des VfK-Abteilungsleiters Axel Huber: „Wir wollen bis zur Winterpause noch den ein oder anderen Punkt holen.“

Der FC Schloßau muss sich damit abfinden, auf dem letzten Tabellenplatz zu überwintern. Und im Frühjahr werden es die Blau-Weißen schwer haben, einen den Ligaverbleib sichernden Tabellenplatz zu erreichen. Es sei denn, die Verletztenliste schrumpft und schon seit Wochen vermisste Leistungsträger sind wieder dabei. Das würde die Aufgabe zwar nicht leichter machen, jedoch die Perspektive verbessern. Die schmerzhafte 1:10-Niederlage des FC in Lauda sollte abgehakt und der Fokus auf das Heimspiel gegen den zuletzt spielfrei gewesenen TSV Oberwittstadt gerichtet werden.

Zwei Heimniederlagen in Folge – gegen Umpfertal und Grünfeld – gingen Martin Michelbach logischerweise gegen den Strich. Doch kommentiert der Sportliche Leiter des SV Königshofen die Gegebenheit moderat: „Zwei Niederlagen in Folge zu Hause sind relativ ungewohnt für uns.“ Martin Michelbachs Anmerkung zur anstehenden Partie der Messestädter beim SV Nassig: „Die vorherigen Spiele abschütteln und den Blick nach vorne richten. In Nassig wartet zum Abschluss keine leichte Aufgabe.“

 

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