Nachbarschaftsduell Diedesheim

Nachbarschaftsduell Diedesheim

Die SpVgg Neckarelz hat eine sehr kurze Anreise zum Auswärtsspiel beim Aufsteiger – Der FV Mosbach will gegen Schloßau weiter makellos bleiben

Von Hubert Waldenberger

Neckar-Odenwald-Kreis. Nachdem in der Landesliga vorgestern drei Nachholbegegnungen ausgetragen wurden, geht es am Wochenende mit dem vollen Programm weiter. Der Spieltag wird bereits am morgigen Samstag mit dem Lokalderby zwischen den VfK Diedesheim und der SpVgg Neckarelz (17 Uhr) sowie dem Treffen zwischen dem FC Grünsfeld und dem VfR Uissigheim (16 Uhr) eröffnet. Der TuS Großrinderfeld ist spielfrei.

Selbstverständlich wäre es dem VfK Diedesheim lieber gewesen, nicht als Tabellenletzter ins Lokalderby mit der SpVgg Neckarelz gehen zu müssen, doch aufgrund der Heimniederlage im Nachholspiel vorgestern gegen den FV Reichenbuch rutschte der VfK auf den letzten Platz. Zwar ging Trainer Sertac Dogans Elf in der 64. Minute durch Lukas Hüttler mit 1:0 in Führung, aber am Ende stand es 1:2. Ein Nichtabstiegsplatz liegt nicht in weiter Ferne, allerdings sind einige Punkte nötig, um dieses Terrain zu erreichen. Und diese Zähler sollten insbesondere auf eigenem Gelände geholt werden. Jahrelang waren die Diedesheimer in anderen Ligen als die Neckarelzer angesiedelt, das Lokalderby zwischen dem letztjährigen Kreisligisten und dem letztjährigen Verbandsligisten geht als Premiere über den Rasen. Als Neuling strebt der VfK zunächst den Klassenerhalt an, das Ziel der SpVgg lautet anders, denn das neuformierte Team hat sich akklimatisiert. „Ganz vorne reinzustoßen ist nicht möglich, wir müssen sehen, möglichst viele Punkte zu ergattern und eine ordentliche Runde zu spielen“, sagt der Neckarelzer Coach Stefan Strerath.

Ob Kopf-an-Kopf-Rennen oder Meisterschaftskampf zweier Teams auf Augenhöhe, beide Begriffe beschreiben die Situation des FV Mosbach, der bisher nichts anbrennen ließ, in seinen acht Matches jeweils drei Zähler dem FV-Konto gutschrieb und mit einer makellosen Bilanz als „Tabellenchef“ imponiert. Dass der FV Lauda trotz einer Niederlage ebenfalls mit 24 Punkten ausgestattet ist, hängt mit der Zahl der ausgetragenen Partien zusammen. Die Taubertäler haben eine Begegnung mehr als der MFV absolviert. Im Bereich der Tordifferenz ist Trainer Dominic Krümpelbecks Team ebenfalls führend. Am vergangenen Samstag gewann Lauda mit 7:2, sonntags legten die Mosbacher prompt einen 5:0-Erfolg nach. Durchaus wichtig, denn es könnt sein, dass die Goals final das Zünglein an der Waage sind. Den am Sonntag in der Kreisstadt antretenden Fußballern des FC Schloßau kommt logischerweise die Außenseiterrolle zu. Dass die Blau-Weißen zuletzt dem SV Nassig den Vortritt einräumen mussten, war insbesondere dem Ausfall von Stammkräften geschuldet. Doch davon unabhängig: FC-Spielertrainer Christian Schäfers Mannschaft weiß, dass sie die Punkte nicht zwingend gegen Spitzenteams wie den MFV sammeln muss.

Mit einem 3:0-Erfolg gegen den TSV Rosenberg servierte der TSV Mudau vorgestern im Nachholspiel seinen Fans im vierten Match auf eigenem Gelände den dritten Heimsieg. Das Tor zum 2:0 ging auf Kevin Throms Konto, sodass der junge „Himmelsstürmer“ mit elf Treffern Rang eins der Liga-Torschützenliste einnimmt. Und der zum Beginn der Runde nicht dabei gewesene Stefan Haber, der in der vergangenen Saison 51 Mal ins Tornetz traf, zeigte gegen Rosenberg ebenfalls seine Qualitäten, indem er zwei Mal erfolgreich war. Mit Sieg Nummer sechs unterstrich der TSV den dritten Tabellenplatz. Übermorgen gastiert der FV Lauda im Odenwaldstadion, folglich steht dem Aufsteiger gegen den qualitativ durchweg gut besetzten Tabellenzweiten eine schwere Prüfung bevor. Dass die Taubertäler schwer auszurechnen sind, zeigte sich am vergangenen Samstag bei ihrem 7:2-Sieg gegen den SV Königshofen, bei dem sich sechs Akteure in die Torschützenliste eintrugen, Marvin Heinzl traf zwei Mal.

Nachdem der FV Reichenbuch am 23. September mit 1:4 gegen den TSV Mudau verloren hatte, lagen die Reichenbucher sozusagen auf Eis. Zunächst der wetterbedingte Spielausfall, danach das planmäßige Pausenwochenende. Die ausgefallene Partie gegen Diedesheim wurde vorgestern nachgeholt. Lange schaute es so aus, als müsse Trainer Manuel Bayers Elf übermorgen als Tabellenletzter ins Match gegen den TSV Rosenberg gehen, denn in Diedesheim lag der FVR bis zur 76. Minute 0:1 zurück. Doch in Minute 77 gelang Fabian Gruber der Ausgleich, zwei Minuten später setzte Gruber noch einen drauf, sodass die Bayer-Elf mit einem 2:1-Erfolg vom Rasen ging. Der TSV Rosenberg, der sonntägliche Gast der Reichenbucher, konnte vorgestern in Mudau eine Niederlage nicht verhindern. Gleichwohl behielten die Bauländer Rang acht. In der letzten Saison zog TSV-Spieletrainer Daniel Breitingers Elf gegen Reichenbuch zwei Mal den Kürzeren. Wiederholung verboten, heißt es nun bei den Rosenbergern.

Der letzte Punktgewinn des TSV Oberwittstadt datiert vom 25. September, danach verloren die „Wittschter“ gegen den SV Nassig sowie gegen den FV Mosbach. Gegen Nassig hätte etwas Zählbares rausspringen müssen, dass jedoch gegen Mosbach nichts drin war, gilt nicht als Überraschung. Bei Oberwittstadt stehen drei Unentschieden in der Liste. War das Glas jeweils halb voll oder halb leer? Jedenfalls kommt man mit „halben Sachen“ nicht voran, was nicht problematisch ist, solange die Grün-Weißen sich nicht dem „roten“ Tabellenbereich nähern. Übermorgen gastiert der TSV beim SV Königshofen, der am vergangenen Samstag das Lokalderby gegen den FV Lauda mit 2:7 verlor. „Ein gebrauchter Tag. Der Gegner war uns in allen Belangen überlegen und hat verdient gewonnen“, fasst Martin Michelbach, der Sportliche Leiter des SVK, kurz und bündig zusammen. „Wir werden uns deutlich steigern müssen, um die Aufgabe Oberwittstadt erfolgreich lösen zu können. Grundvoraussetzung hierfür ist wieder eine deutliche Stabilität der Defensive“, so Michelbach. Der am Sonntag dienstlich verhinderte SVK-Trainer Ralf Schad wird von Mannschaftskapitän Manuel Tiefenbach vertreten.

Der Weg des TSV Höpfingen führt am Sonntag nach Boxberg, denn auf dem dortigen Sportplatz wird die Partie gegen den 1. FC Umpfertal ausgetragen. „Höpfi“ und Umpfertal sind mit jeweils acht Punkten ausgestattete Tabellennachbarn, wobei der TSV den Relegationsrang und der 1. FC Position 15 belegt, weil sich die Tordifferenz der Gelb-Blauen günstiger darstellt. Während Höpfingen zuletzt zu Hause ein 0:0 gegen den TuS Großrinderfeld in die Ergebnisliste schrieb, sicherte sich Umpfertal vorgestern im Nachholspiel zu Hause gegen den SV Neunkirchen mit 2:2 ebenfalls einen Zähler.

Vorgestern Auswärtsspiel gegen den 1. FC Umpfertal, am Sonntag Auswärtsspiel in Nassig: Die Fußballer des SV Neunkirchen müssen momentan viel Zeit im Auto verbringen. Zwar ist Spielertrainer Florian Müllers Truppe in sicheren Tabellengefilden beheimatet und kann mit dem 2:2 gegen Umpfertal gut leben, trotzdem werden sich die „Neikercher“ geärgert haben, denn nachdem Belmin Karic in der 55. Minute das 1:0 des FC egalisiert hatte, gelang Robin Hader in der 85. Minute der Führungstreffer. Auch in der 90. Minute führte der SVN, doch in der Nachspielzeit glich der Gastgeber aus. Die Mannen aus dem Kleinen Odenwald wissen, dass die sonntägliche Partie in Nassig kein Zuckerschlecken wird, denn die Nassiger treten mit dem Rückenwind von zwei Siegen in Folge an. Sowohl gegen den TSV Oberwittstadt (2:1) als auch gegen den FC Schloßau (4:1) hat Spielertrainer Szymon Piechowiaks Equipe gewonnen.

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