Tabellenführer trifft auf Schlusslicht

Tabellenführer trifft auf Schlusslicht

Nachdem der FV Lauda die Spitze übernommen hat, empfängt man jetzt den Aufsteiger aus Diedesheim

Von Hubert Waldenberger - RNZ

Neckar-Odenwald-Kreis. Wachablösung an der Tabellenspitze der Landesliga. Aufgrund des 2:0-Erfolgs des FV Lauda gegen den FV Mosbach im Nachholspiel vorgestern übernahmen die Taubertäler mit drei Punkten Vorsprung vor dem MFV die Tabellenführung. Allerdings haben die Kreisstädter eine Partie wenige als der FV Lauda ausgetragen. Am morgigen Samstag stehen drei Begegnungen auf dem Programm, die weiteren fünf Matches folgen am Sonntag. Der TSV Rosenberg ist spielfrei.

Nach der Heimpartie gegen den FV Mosbach vorgestern tritt der FV Lauda morgen um 15 Uhr erneut zu Hause an – gegen den VfK Diedesheim. Ergo Tabellenführer gegen den Tabellenletzten. Dazu passt der biblische Vergleich „David gegen Goliath“. Dass jedoch die sportliche Auseinandersetzung ähnlich endet wie der erfolgreiche Kampf des David, ist eher unwahrscheinlich. Die Taubertäler verfügen über einen sehr großen Kader, vorgestern saßen neun Spieler auf der Wechselbank. Das wird morgen nicht anders sein, sodass Trainer Thorsten Lehnert von der Qual der Wahl geplagt ist. Der VfK, der zuletzt im Heimspiel gegen die SpVgg Neckarelz mit 2:5 den Kürzeren zog, fährt als Außenseiter nach Lauda, doch haben die Neckartäler im Tauberstadion nichts zu verlieren.

Über die Ausbeute aus den letzten beiden Begegnungen kann sich bei der SpVgg Neckarelz niemand beklagen. Sowohl in Diedesheim als auch zu Hause gegen den SV Königshofen vorgestern gewann Trainer Stefan Streraths Team mit 5:2. Im Match gegen Königshofen gelangen Marcel Pavlik drei Treffer. Nach 18 Minuten hieß es 3:0, nach 66 Minuten 5:1, da war die Messe für die Messestädter gelesen. Schritt für Schritt schoben sich die Neckarelzer in der Tabellen nach oben und sind nun auf Position vier angelangt. Zwar meint Stefan Strerath, dass seine Elf nicht mehr „ganz vorne“ reinstoßen kann, doch vorne, jedoch nicht ganz vorne, ist die SpVgg dabei. Morgen um 15 Uhr gastiert der FV Reichenbuch im Elzstadion. Für die Reichenbucher, die zuletzt dem toreffektiven TSV Rosenberg mit 0:4 unterlagen, wird es schwer werden, der SpVgg Neckarelz etwas am Zeug zu flicken.

Der letzte Dreier des FC Schloßau datiert vom 18. September, danach folgt ein 2:2-Remis gegen den 1. FC Umpfertal. Niederlagen gegen den FC Grünsfeld, den SV Nassig sowie den FV Mosbach schlossen sich an, sodass die Blau-Weißen auf Tabellenplatz 16 abrutschten. Wenn beim FC aus verschiedenen Gründen Stammkräfte fehlen, wirkt sich das aufgrund des ohnehin nicht gerade großen Kaders negativ aus. Nach den ersten vier Spieltagen hatten die Schloßauer keinen Punkt auf dem Konto, danach befreiten sie sich aus der misslichen Lage als Tabellenletzter. Daran muss die Schäfer-Elf anknüpfen, um den „roten“ Tabellenbereich wieder hinter sich zu lassen. Leicht gesagt, die Umsetzung auf dem Rasen ist jedoch nicht einfach, denn morgen um 16 Uhr stellt sich der SV Königshofen in Schloßau vor. Die Königshöfer haben zwar die 2:7-Niederlage gegen den FV Lauda weggesteckt und nachfolgend gegen den TSV Oberwittstadt mit 1:0 gewonnen, vorgestern im Nachholspiel in Neckarelz jedoch eine deutliche 2:5-Niederlage hinnehmen müssen. Folglich werden sich die Messestädter ins Zeug legen, um wieder in die Erfolgsspur zu kommen. „Jetzt heißt es, die Kräfte zu bündeln, um weiter zu punkten“, betont Martin Michelbach, der Sportliche Leiter des SVK. Vorgestern in Neckarelz fehlten bei Königshofen berufsbedingt Jonas Helbig und Tizian Knab, die morgen wieder dabei sein werden.

Nachdem der TSV Höpfingen zu Hause dem SV Neunkirchen drei Zähler abgeknöpft hatte und anschließend als 3:1-Sieger aus Uissigheim nach „Höpfi“ zurückkehrte, ließ das den Schluss zu, dass Trainer Daniel Nohes Mannschaft in Richtung Tabellenmittelfeld unterwegs ist. Doch so richtig voran kommt man nur mit Dreierpacks, Unentschieden hingegen wirken meist „nur“ besitzstandswahrend. Und auf diese Ergebnissorte hat der TSV gegen den TuS Großrinderfeld (0:0) sowie den 1. FC Umpfertal (3:3) zurückgegriffen. Ärgerlich, dass sich die Höpfinger in der Partie gegen Umpfertal auf dem Rasen des VfB Boxberg in der Nachspielzeit den Ausgleichstreffer einfingen, der den greifbar nahe gewesenen Dreier auf einen Zähler reduzierte. Am Sonntag empfängt der TSV Höpfingen den im ersten Tabellendrittel angesiedelten FC Grünsfeld, der den Torjäger Alexander Albert in seinen Reihen hat (elf Tore). Dass jedoch die Truppe aus dem Grünbachtal auch gegen in der Tabelle nachgeordnete Mannschaften das Nachsehen haben kann, wurde am vergangenen Sonntag offenbar, als die Grünsfelder zu Hause dem VfR Uissigheim 1:2 unterlagen.

Jahrelang logierte der TSV Oberwittstadt im ersten Drittel der Landesligatabelle und klopfte im Juni 2018 als Vizemeister im Relegationsspiel in Neckarbischofheim gegen den FC Heidelsheim sogar an die Verbandsligatür, musste dem 2:0-Sieger aus Heidelsheim allerdings den Vortritt überlassen. Weil jedoch die Ära der „goldenen Jahrgänge“ (so TSV-Abteilungsleiter Klaus Rüttenauer) ausklingt, müssen sich die „Wittschter“ mit anderen Gegebenheiten anfreunden, die da lauten: Zweite Tabellenhälfte. Wenn am Sonntag der TSV Mudau in Oberwittstadt aufkreuzt, werden bei beiden Vereinen Erinnerungen an die Saison 2008/09 in der Buchener Kreisliga wach, an deren Ende „Wittscht“ sich als Meister in die Landesliga verabschiedete. In jener Runde erreichten die „Mudemer“ auf dem Platz des grün-weißen Namensvetters ein 1:1 und besiegten den späteren Meister im Odenwaldstadion mit 1:0. Derzeit nimmt der TSV Mudau in der Landesliga als Tabellendritter die Rolle des Hechts im Karpfenteich ein. Am vergangenen Sonntag servierte Spielertrainer Maurice Beiers Fußball-Ensemble in der Partie gegen den FV Lauda den Fußballfans einen Leckerbissen. Trotz des nach einer Stunde 0:3-Rückstands kapitulierte der Aufsteiger nicht, sondern egalisierte innerhalb von zwölf Minuten durch zwei Treffer von Kevin Throm und einem Goal von Louis Bähringer den Vorsprung des (seit vorgestern) Tabellenführers. Der forsche Liganeuling wollte das Remis nicht in trockene Tücher wickeln, sondern die Taubertäler in die Knie zwingen. Die ausgebufften FV-Kicker widersprachen Sepp Herberger, dem Weltmeistertrainer von 1954 („Ein Spiel dauert 90 Minuten“), und erzielten in den Nachspielminuten zwei und drei noch zwei Goals. Resultat hin oder her, Erlebnisfußball ist für die Sportartbegeisterten mitreißender als Ergebnisarchitektur.

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