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80 JAHRE FUSSBALL
TSV Frankonia Höpfingen · Fußball

TSV feiert 80 Jahre gelb-blaue Leidenschaft

Höpfinger Fußballfamilie blickt beim Jubiläum stolz auf acht Jahrzehnte Vereinsleben und gelebtes Ehrenamt zurück

Höpfingen. (adb) 80 Jahre Fußball im TSV Frankonia Höpfingen sind acht Jahrzehnte voller Leidenschaft, Freundschaft, Sportsgeist und Gemeinsinn – das muss einfach gefeiert werden! So geschehen am Wochenende, das unter dem Leitwort „Fußball total“ stand: Vom TSV-Legendenspiel mit 40 Ballkünstlern der Meister- und Pokalsiegerteams ab 1988 und weiteren spannenden Spielen bis hin zu Frühschoppen mit Weißwurstfrühstück war am Lochbachareal allerhand geboten. Und natürlich blieb am Samstagabend auch die Zeit für einen unterhaltsamen Festakt mit verdienter Ehrung und bester Partystimmung mit Klassikern von DJ Stefan Kaiser.

Abteilungsleiter Lars Sauer fand die passenden Worte: „Wir hatten auf ein volles Sportheim gehofft und sind beeindruckt!“, rief er aus und betonte, dass 80 Jahre Fußball gleichbedeutend sind mit Menschen, Geschichten, Siegen und Niederlagen, Freude und Trauer, Tränen und unvergesslichen Augenblicken. Dafür dankte er der gelb-blauen Fußballfamilie ebenso wie dem Spenden- und Förderverein, dem Fanclub, allen Helfern, Gönnern und Sponsoren und besonders der Firma Kuhn, die seit 1983 den kostenlosen Druck des „Höpfemer Sport-Echos“ gewährleistet, sowie der DRK-Bereitschaft, die immer Flagge zeige.

Auch der SV Wettersdorf-Glashofen als Jugendkooperationspartner wurde gewürdigt: „Die hervorragende Zusammenarbeit und das damit verbundene Vertrauen sind ein großer Gewinn für uns alle!“, stellte Sauer klar.

Mit dem Rad zu den Auswärtsspielen

Zur Freude der Abwesenden öffnete er das Erinnerungsalbum für einen Blick in die Chronik. Demnach wurde der TV Höpfingen am 7. April 1946 zum TSV; am 17. Juli 1946 wurde die Organisationsform der heutigen Fußballabteilung festgelegt. Klar, dass manches damals grundlegend anders war: „Man ging zu Fuß oder fuhr mit dem Rad zu den Auswärtsspielen“, blickte er zurück. 1960 wurde das alte – inzwischen abgebrannte – Sportheim eingeweiht, 1981 folgte der noch heute bestehende Neubau. Zwei Jahre später edierte Urgestein „Rotschi“ das erste „Höpfemer Sport-Echo“ als wohl kleinste Stadionzeitung weit und breit.

1994 wurde der neue Rasenplatz eingeweiht – gesäumt von achtbaren sportlichen Höhepunkten: „Große Namen, große Spiele und große Erinnerungen“ bilden das Fundament der Fußballer. Es sei auf das Jahrhundertspiel gegen Werder Bremen 2011 verwiesen sowie auf die Verbands- und Landesliga. Die Jahre 1994 bis 2015 sind als Hochphase in bestem Gedenken. „So lebt ein Verein nicht nur von Events, sondern auch von unvergänglichen Momenten – das ist Fußball, das ist der TSV!“, bilanzierte Lars Sauer.

Credo „Ich mach’ es“

Auch die Menschen haben einen großen Anteil an der Erfolgsgeschichte inne: 30 Trainer der 1. Mannschaft seit 1950, 15 Trainer der 2. Mannschaft seit 1994 und sieben Trainer der 3. Mannschaft seit 2009, aber auch unzählige Jugendtrainer sowie eine stattliche Anzahl engagierter Spieler und Funktionäre stehen für das wichtigste Credo der Vereins- und Ehrenamtsarbeit: für den Ausspruch „Ich mach’ es“, mit dem alles steht und fällt. Davon profitiert die Nachwuchsarbeit: Seit 1947 wird in Höpfingen Jugendfußball gespielt. „Vereinsgeschichte entsteht nicht in Statistiken und Tabellen, sondern in Geschichten. Erst das Zusammenspiel macht einen Verein zu dem, was er ist. Man gewinnt und verliert zusammen und ist füreinander da!“, hob Sauer unter Applaus hervor.

Zum Jubiläum gratulierten der TSV-Vorsitzende Maxi Kuhn für den Hauptverein, der die Fußballer als „intakte und sehr gut aufgestellte Abteilung“ würdigte, sowie Klaus Zimmermann als Ehrenkreisvorsitzender des Fußballkreises Buchen. Der Rosenberger sparte nicht mit berechtigtem Lob: „Der TSV spielt immer in der obersten Liga und ist der einzige Verein im Fußballkreis Buchen mit drei Mannschaften im laufenden Spielbetrieb mit eigenen Akteuren!“, stellte er fest. Die „gigantische“ Jugendarbeit sichere motivierten Nachwuchs; abwechslungsreiche Sportfeste inklusive „Kinder, Keks und Kaba“, erstklassig organisierte Turniere und stets verlässliche Absprachen zeichnen das Bild einer starken Fußballfamilie, die das Ehrenamt lebt.

Dem reihte sich Horst Saling an: Der Vorsitzende des Fußballkreises Buchen, selbst TSVler, sprach beste Wünsche zum Jubiläum aus und zeichnete Timo Frisch mit dem Ehrenamtspreis des Fußballkreises Buchen aus – eine verdiente Ehrung.

Anekdoten einer Legende

Ehe man zum gemütlichen Teil mit umwerfender Partyatmosphäre und kultverdächtiger Musik überging, ergriff noch eine wahre Legende das Wort: „Rotschi“ – genau zehn Jahre jünger als die Fußballabteilung und ebenso alterslos – ließ sich nicht zweimal bitten und sorgte mit allerhand Anekdoten für Kurzweil. Die deutsch-portugiesische Freundschaft („Amigos para siempre“) fand ebenso Erwähnung wie das Sport-Echo. Beim unnachahmlichen Liedvortrag über „gute und schlechte Zeiten“ gingen die Hände der Reihe nach in die Höhe: 80 Jahre guten Fußball und wahre Freundschaft wollen und müssen schließlich zelebriert werden. Das unterstrichen ebenso die von „Rotschi“ liebevoll gestalteten Fotowände mit Berichten und Bildern diesseits und jenseits des Lochbach-Stadions, Übersichten aller Trainer und die sehenswerte Fotopräsentation von Uwe Todtenhaupt, die viele schöne Momente in Erinnerung rief.

TSV Frankonia Höpfingen 1911 e.V.

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