TSV setzt Spatenstich nach Sportheimbrand
Ein starkes Zeichen für die Zukunft: Mit Spenden, regionalen Partnern und viel Eigenleistung baut der TSV Frankonia Höpfingen sein Sportheim am Lochbachstadion neu auf.
Höpfingen. Der TSV Frankonia Höpfingen steht seit 115 Jahren für Ehrenamt, Zusammenhalt und Einfallsreichtum. Das beweist auch sein neuestes Projekt: Zweieinhalb Jahre nach dem verheerenden Sportheimbrand vom 15. Februar 2024 ist der Neubau nicht nur beschlossene Sache – mit dem ersten Spatenstich hat die Umsetzung begonnen.
Am Montag trafen sich die Vorsitzenden Maxi Kuhn, Jens Böhrer, Steffen Diehm und Michael Böhme zum symbolischen ersten Spatenstich. An Ort und Stelle ändert sich nichts: Das neue Sportheim entsteht genau dort, wo 1960 bereits der Vorgängerbau eröffnet worden war – direkt am Lochbachstadion.
„Die Freude ist riesig!“
Die vier Vorsitzenden des TSV Höpfingen
Schließlich ist ein modernes Sportheim nicht nur ein wertvoller Dreh- und Angelpunkt der Vereinsarbeit, sondern auch ein unverzichtbarer Teil der Infrastruktur, der seit dem Brand schmerzlich vermisst wird.
„Aktuell arbeiten wir mit Lager-, Ausschank- und Ballraumcontainern. Das ist zwar ein gutes und zweckmäßiges Provisorium, aber eben keine Dauerlösung“, gibt Jens Böhrer zu bedenken.
Rohbau noch im Herbst
Das alles soll bald der Vergangenheit angehören. Der Rohbau soll noch im Herbst stehen, der Innenausbau im kommenden Frühjahr folgen. Als letzte Maßnahme ist für 2027 und 2028 die Gestaltung der Außenanlage vorgesehen.
Schon jetzt gab es für die Verantwortlichen beim TSV viel zu tun, wie Böhrer anmerkt: „Der Weg zum neuen Sportheim war mit einer längeren Planungsphase verbunden, in der beispielsweise die Verlängerung des Erbpachtvertrags mit der Gemeinde Höpfingen oder Fragen zum Brandschutz zu klären waren. Umso schöner, dass es jetzt endlich losgehen kann!“
Auch die Schadensregulierung aufgrund des Brandfalls und das Einholen der so wichtigen Spenden beanspruchten einige Zeit. Den im März eingereichten Bauantrag hatten der Höpfinger Gemeinderat sowie der Gemeindeverwaltungsverband Hardheim-Walldürn schließlich im Mai genehmigt.
Starke Unterstützung für den Neubau
Ohne finanzielle Unterstützung wäre ein Projekt dieser Größenordnung kaum möglich. Umso erfreulicher ist die breite Unterstützung durch Förderinstitutionen, Gemeinde und die eigenen Vereinsreihen.
Gemeinsam für ein neues Sportheim
Gymnastikraum wichtiger denn je
Der Neubau wird rund 263 Quadratmeter groß sein – und damit etwa 100 Quadratmeter größer als das ursprüngliche Sportheim.
„Die Größe hängt vor allem mit der barrierefreien WC-Anlage und dem Gymnastikraum zusammen, an den die Zuwendung der Dietmar-Hopp-Stiftung gebunden ist“, verdeutlicht Maxi Kuhn.
Gerade Gymnastikräume seien für Sportvereine wichtiger denn je geworden. „Es gibt immer mehr Kurse und Angebote, die in solchen Räumen stattfinden. Yoga wäre nur ein Beispiel“, erklärt Kuhn.
„Es gibt immer mehr Kurse und Angebote, die in solchen Räumen stattfinden.“
Maxi Kuhn · Vorsitzender TSV Höpfingen
Der Neubau schafft damit nicht nur Ersatz für das abgebrannte Sportheim, sondern bietet auch neue Möglichkeiten für das zukünftige Vereins- und Sportangebot.
Regionale Unternehmen und starke Eigenleistung
Beim Bau setzt der TSV auf eine Mischung aus Regionalität und Eigeninitiative.
„Wir haben sehr stark darauf geachtet, Höpfinger Unternehmen und insbesondere unsere Sponsoren mit ins Boot zu holen. Vor Ort gibt es sehr gute Firmen“, erklärt Michael Böhme.
Demnach sind die Unternehmen Kuhn, Gojani, Berberich, Hack und Paul Hauk aus Höpfingen beteiligt. Hinzu kommen die Schreinerei Schmitt-Eisenhauer aus Schweinberg sowie der Massivbauer Wolz-Bau aus Röllbach.
Auch die Architekturleistung übernimmt der TSV selbst. „Sie entsprang der Planungsgruppe“, gibt Maxi Kuhn an.
Darüber hinaus wird sich der Verein in Absprache mit den jeweiligen Gewerken durch umfangreiche Eigenleistung in den Bau einbringen. Damit wird das neue Sportheim einmal mehr zu einem echten Gemeinschaftsprojekt.