Alles schaut auf den Spitzenreiter

Der FV Mosbach (weiß) will sich weiter absetzen. Foto: Kay Schulze

Der FV Mosbach kann einen weiteren Schritt in Richtung Meisterschaft machen

Neckar-Odenwald-Kreis. Der Spieltag des vergangenen Wochenendes war mal wieder ein enorm torreicher, denn das runde Spielgerät landete 39 Mal im eckigen Gehäuse. Und damit lag die durchschnittliche Trefferzahl pro Begegnung bei 4,9 Toren. Dazu beigetragen haben insbesondere die in drei Matches zustande gekommenen deutlichen Resultate. Weil vorgestern die drei noch offen gewesenen Nachholspiele ausgetragen wurden, besitzt die Tabelle nun eine belastbare Aussagekraft. Bereits am morgigen Samstag - jeweils um 15 Uhr - empfängt die SpVgg Neckarelz den TSV Rosenberg und der FV Lauda den FV Reichenbuch. Der 1. FC Umpfertal ist spielfrei.

Widersacher aus dem ersten Tabellendrittel scheinen der SpVgg Neckarelz zu liegen, denn sowohl in Königshofen als auch in Mudau waren die Neckartäler jeweils mit 2:1 erfolgreich. Erstaunlicherweise kommt Trainer Stefan Streraths Mannschaft mit Gegnern aus dem letzten Tabellendrittel nicht so gut zurecht. So verlor die SpVgg gegen den VfK Diedesheim mit 0:2, und zuletzt reichte es in Reichenbuch trotz einer 2:0-Führung nur für ein 2:2-Unentschieden. Beachtlich, dass Rolf Lang in Reichenbuch die gesamte Spielzeit auf dem Rasen mitwirkte. Beachtlich deshalb, weil der Neckarelzer Routinier im Juni 52 Jahre alt wird. Alt? Eher gilt, dass der Junggebliebene 52 wird. Die Neckartäler (Platz sieben) empfangen morgen ihren Tabellennachbar aus Rosenberg, der vorgestern in der Partie gegen den SV Königshofen mit 1:1 remisierte. Den Treffer der Bauländer besorgte Nico Pasour.

Auf die Resultate bezogen, liegen triste Wochen hinter dem FV Reichenbuch. Zuletzt jedoch kam ein „Lebenszeichen“ von der Reichenbucher Höhe, Spielertrainer Marc Rothenbergers Elf knöpfte der SpVgg Neckarelz – wie schon in der Hinrunde (1:1) – erneut einen Punkt ab (2:2). Zwar hilfreich für die Moral, doch in der Tabelle wirkte sich der Zähler nicht aus, der FVR muss sich nach wie vor mit Rang 16 begnügen. Morgen gastiert der Tabellenzweite aus Lauda in Reichenbuch. Die 66-Punkte-Truppe aus der Eisenbahnerstadt stellte am vergangenen Sonntag in Diedesheim die Weiche auf eine dreistellige Zahl, denn die Taubertälern haben im Neckartal Goal Nummer 100 in ihre Saisonstatistik geschrieben. „Jubiläumstorschütze“ beim 7:0-Sieg in Diedesheim war Sebastian Fell. Und Goran Jurjevic gelang in der ersten Halbzeit ein Hattrick, im zweiten Durchgang markierte er einen weiteren Treffer. Dass der FV Reichenbuch situationsbedingt als Außenseiter in die Partie gegen Lauda geht, liegt auf der Hand.

Mund abputzen und weitermachen, hieß es nach dem 0:7 gegen Lauda beim VfK Diedesheim, der zuvor drei Spiele ungeschlagen war und dabei sieben Zähler einsammelte: 4:1-Erfolg in Reichenbuch, 3:3 zu Hause gegen den TSV Rosenberg und 2:0-Sieg auf dem Rasen der SpVgg Neckarelz. Die momentan 26 VfK-Punkte sind ein stabiles Fundament, um zumindest den Relegationsrang zu halten. Aber auch das sichere Ufer liegt in Sichtweite, denn der Rückstand auf Rang 13 (TuS Großrinderfeld) beläuft sich auf nur drei Zähler. Der Sportplatz des sonntäglichen Gastgebers der Neckartäler (Anpfiff 15.30 Uhr) liegt in Oberwittstadt. Und die „Wittschter“ sind heimstark, nur zwei Heimniederlagen stehen als Nachweis. Von den 37 Punkten des TSV wurden 27 zu Hause einkassiert. Zuletzt mussten sich die Grün-Weißen beim TSV Mudau mit 2:3 geschlagen geben – Oberwittstadts Auswärtsniederlage Nummer zehn. Nicht gern erinnern sich die „Wittschter“ an die Hinrunden-Partie am 29. Oktober in Diedesheim, denn der Aufsteiger gewann 3:2. Aber das war für Spielertrainer Mario Grecos Equipe ein Auswärtsspiel.

In diesem Jahr ging der TSV Höpfingen leer aus, bis vorgestern. Da platzte der berühmte Knoten, Trainer Daniel Nohes Mannschaft feierte im Nachholspiel gegen den 1. FC Umpfertal einen 2:1-Erfolg. Kein Match für TSV-Fans mit schwachen Nerven. Die Anhänger der Gelb-Blauen mussten bis zur Nachspielzeit warten, ehe der nach einer Stunde eingewechselte Thomas Heinrich mit dem zweiten Treffer für „Höpfi“, den ersten hatte Oliver Knörzer markiert, diesen Dreier unter Dach und Fach brachte. Weil jedoch der Relegationsrang ein gutes Stück entfernt liegt, setzt sich das Höpfinger Hoffen und Bangen fort. Zunächst bis zum Sonntag, wenn der SV Nassig im Lochbachtalreal aufkreuzt. Eine maximale TSV-Punkteausbeute gegen die sorgenfreien Nassiger gilt als „Pflicht“, was sich aus der prekären Lage des TSV Höpfingen ergibt.

Dass sich beim FC Schloßau, der am Sonntag bereits um 14 Uhr den TSV Mudau zum Lokalderby empfängt, keine Traumtänzer tummeln, ist bekannt. Folglich haben sich die Blau-Weißen mit dem Abstieg in die Kreisliga abgefunden. „Klar, das ist gelaufen“, sagt der für den FC-Spielbetrieb zuständige Stephan Czerny. Wie es in Sachen Spielgemeinschaft mit dem FC Donebach in der kommenden Runde im Detail weitergeht, wird der FCS demnächst per Presseinformation mitteilen. Nachdem Schloßau Mitte März zwei Partien in Folge gewonnen hatte, wurde der FC nachfolgend vom Verletzungspech hart getroffen. „Wir hatten viele verletzte Stammspieler, die wir nicht ersetzen konnten“, berichtet Czerny, der das Selbstverständnis der Schloßauer betont: „Wir werden bis zum Saisonende keine Punkte abschenken, sondern immer das Beste geben.“ So auch im sonntäglichen Lokalderby gegen den TSV Mudau, der im Nachholspiel vorgestern gegen den SV Nassig über ein 1:1-Remis (das Goal für den TSV erzielte Nicolas Sperl) nicht hinauskam.

„Wir wollen mit viel Engagement dafür sorgen, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben werden“, betonte im August 2019 Florian Müller, der damals neue Spielertrainer des SV Neunkirchen. Die „Neikercher“ hielten sich nachfolgend im Tabellenmittelfeld und beendeten die vergangene Saison auf Platz acht der Aufstiegsrunde. Und vor der aktuellen Spielzeit erwartete SV-Abteilungsleiter Christian Wirth, „dass wir mindestens den Platz der vergangenen Runde bestätigen.“ Die Fußballer aus dem Kleinen Odenwald bestätigten bisher nicht nur die Vorrundenposition, sondern legten eine Schippe drauf. Florian Müller, ehemals U17-Bundesligaspieler (TSG Hoffenheim) und U19-Akteur beim Karlsruher SC, formte eine schlagkräftige Elf, die nach dem zwölften Spieltag – auf Tabellenplatz zehn positioniert - kontinuierlich vorankam und seit Spieltag 24 als Tabellendritter imponiert. Am vergangenen Sonntag bestätigte die Müller-Elf im Spitzenspiel gegen den FV Mosbach ihre Qualität, sie brachte den Tabellenführer an den Rand einer Niederlage, denn erst in der Nachspielzeit gelang dem MFV der 2:2-Ausgleichstreffer. Diese Qualität ist auch beim SV Königshofen, dem sonntäglichen Gast des SV Neunkirchen, bekannt, zumal die „Neikercher“ in der Hinrunde drei Punkte (2:1) aus der Messestadt mitnahmen. Nicht von ungefähr bezeichnet Martin Michelbach, der Sportliche Leiter der Königshöfer, das Match in Neunkirchen als schwere Auswärtsaufgabe und findet, „dass der Schlüssel zum Erfolg in unserem Defensivverhalten liegen wird.“ Vorgestern kam der SVK in Rosenberg zu einem 1:1-Remis, Torschütze der Taubertäler war Jannis Vierneisel.

Das gegen den SV Neunkirchen mit Mühe (Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit) erreichte Remis kann der FV Mosbach verschmerzen, denn der Vorsprung des Tabellenführers vor dem FV Lauda liegt bei komfortablen acht Punkten. Mit Sicherheit hat FV-Coach Dominik Krümpelbeck die Neunkirchen-Partie analysiert und die Ergebnisse der Analyse in die Trainingsarbeit einfließen lassen. So gesehen kostete das 2:2 gegen den SV Neunkirchen zwar zwei Zähler, diente aber der Erkenntnisgewinnung, sodass die Kreisstädter gut vorbereitet nach Uissigheim fahren können, um beim Tabellenzehnten, der zuletzt mit 0:3 dem SV Nassig unterlag, einen Dreierpack anzuvisieren. In den letzten drei MFV-VfR-Begegnungen kamen die Mosbacher gegen Uissigheim prima zurecht, sie kassierten in diesen drei Partien neun Punkte (2:1, 6:0, 2:0). Gleichwohl gilt Dominic Krümpelbecks vor Kurzem geäußerter Satz: „Fakt ist, dass uns in keinem Spiel etwas geschenkt wird. Und wenn wir nur ein bisschen in den Grundtugenden nachlassen, kann es gegen jeden Gegner eng werden.“

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