Gelingt im Keller endlich die Trendwende?

Kann die Eintracht aus Walldürn (blau) dem FC Zimmern ein Bein stellen? Die noch immer sieglosen Wallfahrtstädter wollen am Wochenende gegen den FCZ endlich das erste Erfolgserlebnis der Saison. Foto: Klaus Narloch

Eintracht Walldürn wartet immer noch auf den ersten Sieg, und auch Heidersbach/Bödigheim braucht dringen Punkte

Buchen. (cha). Der Tabellenführer ist am Wochenende spielfrei und kann dies nutzen, um den nächsten Gegner zu studieren. Die Verfolger haben also die Möglichkeit, etwas heranzurücken und den Rückstand zu verkürzen. Für die Kellerkinder gilt wie jeden Sonntag die Devise, Punkte zu sammeln, um ein Winterpolster anzulegen. Allein, bei Heidersbach/Bödigheim und Walldürn ist aktuell zu befürchten, dass die Clubs einem sehr harten und ungemütlichen Winter entgegengehen, wenn sich hier nichts Grundlegendes ändert.

Die SpG Schloßau/Donebach hatte ja am letzten Wochenende Zeit zum Durchschnaufen und sich auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten. Bei der Nennung des Saisonziels stapelte man mit „Einstelliger Tabellenplatz“ noch tief, insgeheim fühlt man sich auf dem Relegationsplatz natürlich wohl und hätte überhaupt nichts dagegen, dort noch eine Weile zu bleiben. Dazu braucht es Siege, auch gegen Hainstadt. Martin Bujaks Elf konnte zuletzt die schwarze Serie von vier Pleiten in Folge beenden und gegen das Schlusslicht endlich mal wieder einen Dreier einfahren. Gegen den Zweitplatzierten wird es natürlich ungleich schwerer, und dass Abwehrmann Luca Ballweg nach seiner Notbremse nur zuschauen kann, macht die Aufgabe auch nicht leichter. Aber auch in Donebach gilt am Freitagabend der alte Werbeslogan „Nichts ist unmöglich“, und vielleicht kann die Spielvereinigung der SpG ein Bein stellen.

Gleiches hofft natürlich auch die SpG Heidersbach/Bödigheim, wenn sie zur Frankonia nach Höpfingen reist. Wobei es sich hier wohl eher um absolutes Wunschdenken denn realistische Situationsanalyse handeln würde. Magere vier Punkte aus zehn Spielen sprechen leider eine eindeutige Sprache und geben der Manz-Truppe aktuell nicht viel Anlass zur Hoffnung. Schon gar nicht, wenn es gegen ein Spitzenteam geht. Der letztjährige Landesligist ist das einzige Team ohne Niederlage und geht ausgeruht an den Start. Das Duell beim FC Zimmern musste kurzfristig gecancelt werden, da die Flutlichttechnik den Kickern einen Strich durch die Rechnung machte. Das letzte Duell der beiden Teams liegt übrigens schon eine ganze Weile zurück, am 18. März 2007 trennte man sich 2:2, damals war das ein Spiel der Landesliga Odenwald. Vielleicht macht dieser Blick zurück in bessere Zeiten der SpG etwas Mut.

Einen Blick zurück hat die SpG Götzingen/Eberstadt aktuell nicht nötig. Die Elf von Andreas Beckmann liefert regelmäßig ab, drei der letzten vier Spiele wurden gewonnen, was aktuell Platz vier der Tabelle bedeutet. Die Spielgemeinschaft sucht regelmäßig die Flucht nach vorn, 38 Tore bedeuten Rang zwei in der Offensivwertung und mit Felix Holderbach hat man einen Topstürmer in seinen Reihen. Wenn am Sonntag der Aufsteiger aus Großeicholzheim anreist, wird sich zeigen, welche Qualitäten am Ende siegen. Die Offensivpower von Götzingen/Eberstadt oder die kompakte Defensivabteilung der Gelb-Schwarzen, die bislang erst zwölf Gegentore zuließ – ein Spitzenwert der Kreisliga. „Die 0 muss stehen“, lautet bislang das Motto von Malte Modersohns Mannschaft, also aus einer kompakten Defensive mit Nadelstichen zum Erfolg kommen. Kann das auch am Sonntag umgesetzt werden, ist sicherlich wieder etwas drin.

Etwas drin sein sollte auch für den SV Schlierstadt, wenn man den SV Seckach empfängt. Aktuell auf Platz fünf der Tabelle haben die Schlierstädter zuletzt zwei Spiele gewonnen, dank Doppelpacker Silas Genzwürker auch das Duell mit dem VfB Altheim. Gegen den SV Seckach kann man also entspannt ins Spiel gehen, Coach Sebastian Fuchs muss aber aufpassen, dass der vermeintlich unterlegene Gegner nicht auf die leichte Schulter und das Spiel im Kopf schon vorab gewonnen wird. Dann wird es nämlich richtig schwer, und kampflos herschenken wird die Elf von Matthias Polk die Partie sicher nicht. Gegen den Klassenprimus Krautheim/Westernhausen spielte man gut mit und erzielte zwischenzeitlich gar den Ausgleich. Das macht also Mut für die kommenden Aufgaben im Kampf um den Klassenerhalt.

Mit dem Kampf um den Klassenerhalt hat der VfB Altheim nichts zu tun, man liegt aktuell auf Platz sieben. So richtig zufrieden dürfte Trainer Maurice Beier damit aber nicht sein, eigentlich hatte man sich vorgenommen, oben mitzuspielen. Dafür lässt man aber zu viele Punkte liegen, mit vier Unentschieden ist man der Remiskönig der Liga. Gegen Waldhausen/Laudenberg geht man aber trotzdem favorisiert ins Rennen. Die SpG muss schon eher den Blick nach unten richten, mit zehn Punkten hat man zwar ein gewisses Polster, aber zwei Niederlagen in Serie haben eben nicht zur Verbesserung der Situation beigetragen. Nach dem Tabellenführer und Schlierstadt kommt mit Altheim aber nun erneut ein Gegner, der sich nach oben orientiert, was die Aufgabe des Trainerduos Reichert/Zimmermann nicht gerade leichter macht.

Ein innerstädtisches Duell steht am Sonntag auf dem Gelände des TSV Buchen auf dem Programm. TSV gegen TTSC, pikanterweise ist diese Partie auch ein Duell zweier tabellarischer Nachbarn. Der TSV hat mit Platz neun zwar die Nase vorn, der TTSC kann mit einem Sieg aber vorbeiziehen. Dass man auch mal Glück haben muss, bewies der TSV zuletzt, denn laut Zeitungsbericht hatte die SpG Heidersbach/Bödigheim ein klares Chancenplus auf ihrer Seite, das Tor aber erzielte Tolga Kaplan für den TSV. Ein wenig außer Tritt sind dagegen die Buchener Nachbarn vom TTSC, Selim Erdems Mannschaft verlor die letzten beiden Partien und das auch recht deutlich. Das Projekt Wiederaufbau stockt also ein wenig, man muss sich aber zumindest keine Sorgen machen. Dass es für das Stadtderby keine extra Motivation braucht, sollte auch klar sein, und so gelingt womöglich am Sonntag die Trendwende.

Auf eine Trendwende wartet auch die Eintracht aus Walldürn. Genau genommen wären die Wallfahrtsstädter schon mit einem klitzekleinen Erfolgserlebnis zufrieden. Trainer Sven Törke hat bislang noch kein Erfolgsrezept gefunden und so steht man mit einem Punkt und einem Torverhältnis von 9:37 ganz unten in der Tabelle. So richtig überraschend kommt dies wohl nicht, fand man sich seit dem Abstieg aus der Landesliga doch immer in den hinteren Tabellenregionen wieder. Aber auch in dieser Runde sind noch genügend Punkte zu vergeben. Zu holen wären sie am ehesten gegen Teams, die ebenfalls nicht als Punktesammler aufgefallen sind, wie z. B. der FC Zimmern. Nach dem technikbedingten Ausfall in der Vorwoche haben sich Gruber & Co. sicher einen Auswärtssieg vorgenommen. Nach drei Unentschieden in Serie könnte das einen großen Schritt nach vorne in der Tabelle bedeuten. Das wäre zum einen wichtig fürs Selbstvertrauen, zum anderen aber auch, um das Polster nach unten weiter aufzubauen.

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