Unten wird es langsam eng

Der SV Schlierstadt (weiß) will den Schwung aus dem Sieg gegen Großeicholzheim (gelb) mit in die Partie gegen Waldhausen/Laudenberg mitnehmen. Foto: Klaus Narloch

Im Tabellenkeller drohen drei Teams den Anschluss zu verlieren

Buchen. (cha) Wenn rund ein Drittel der Saison absolviert ist, kann man der Tabelle schon ein wenig Aussagekraft beimessen. Zumal, wenn sich Ergebnisse wiederholen und Platzierungen manifestieren. Aktuell marschiert ein Führungstrio vorneweg, der Viertplatzierte hält zum Bronzerang schon etwas Abstand. Und auch unten wiederholen sich die Bilder im Wochenrhythmus, die drei Kellerkinder haben bislang noch nicht den Lichtschalter gefunden, das Vierte im Bunde hat zumindest schon etwas die Tür nach oben geöffnet und lugt heraus.

Eines dieser Kellerkinder ist der SV Seckach, der in der Vorwoche zwar zum Zuschauen verdammt war, aber durch erneute Patzer der Konkurrenz nicht noch weiter abgehängt wurde. Trotzdem ist der Abstand nach oben deutlich größer als nach unten auf den Relegationsplatz. Und ausgerechnet jetzt kommt der unangefochtene Spitzenreiter aus Krautheim/Westernhausen nach Seckach, der sich für die Niederlage gegen Großeicholzheim rehabilitiert und gegen Waldhausen/Laudenberg gewonnen hat. Das 2:0 war verdient, wackelte zwischenzeitlich bedenklich, am Ende reichte der Doppelpack von Toptorjäger Max Schmidt aber doch zum Sieg. Schmidt hat übrigens alleine mehr Treffer erzielt als die ganze Elf des SV Seckach, und überhaupt: Klarer kann die Favoritenrolle vor einem Spiel kaum verteilt sein, aber vielleicht eifern die Polk-Mannen ja dem SV Großeicholzheim nach und schaffen eine Sensation.

Eine ebensolche, wenn auch in etwas kleinerem Maßstab, wäre auch ein Heimsieg vom FC Zimmern gegen den TSV Höpfingen. Zimmern, das ist das angesprochene vierte Kellerkind, das schon nach oben lugt. Man könnte auch schon etwas weiter oben stehen, wäre da nicht die 95. Minute beim TSV Buchen gewesen. So lange führte man, musste aber in letzter Sekunde noch den Ausgleich hinnehmen. Sieht man es positiv, hat man dreimal nicht verloren, aber leider waren die beiden anderen Partien auch nur Unentschieden, und so kommt die Kipphan-Truppe einfach nicht vom Fleck. Auch Daniel Nohes TSV Höpfingen blieb zuletzt dreimal unbesiegt, mit dem Unterschied, dass es eben drei Siege waren, die raussprangen. Und so ist seine Frankonia ganz oben dran und hat sogar ein Spiel weniger als das Führungsduo. Mit einem weiteren Dreier gelingt der Sprung auf den Relegationsplatz, denn Schloßau/Donebach muss diese Woche aussetzen.

Einen Platz schlechter als Höpfingen steht aktuell die SpG Götzingen/Eberstadt. Vier Punkte Rückstand hat man aktuell, war aber auch schon einmal spielfrei. Rein tabellarisch ist die Sache klar, wenn man zum TTSC Buchen reist: Vierter gegen Neunter, und doppelt so viele Tore erzielt. Wobei daran maßgeblich das 10:0 aus der Vorwoche gegen eine völlig indisponierte SpG Heidersbach/Bödigheim beteiligt ist. Man hat mit Felix Holderbach aber auch einen absoluten Topmann in seinen Reihen, der weiß, wo das Tor steht, und der natürlich auch gegen den TTSC treffen soll. Dass es nicht soweit kommt, dafür soll eine geschlossene Defensivleistung der Männer von Selim Erden sorgen. In Altheim überzeugte man spielerisch, war zunächst besser, ließ Chancen liegen und kassierte durch einen Konter dann das Gegentor. Die letzte Partie der beiden Teams gibt für den TTSC leider auch keinen Anlass zur Hoffnung, im Pokal wurde man mit 2:7 abgefertigt und muss daher wohl ohne große Ambitionen antreten.

Mit Ambitionen war Malte Modersohns SV Großeicholzheim in der Vorwoche zum SV Schlierstadt gereist, beflügelt vom Coup gegen den Spitzenreiter. Zurück kam man allerdings mit gestutzten Flügeln und einem 2:0 im Gepäck, doch das war für den Aufsteiger natürlich kein Beinbruch. Man spielt bislang eine sehr solide Runde, und wenn der VfB Altheim zu Gast ist, der direkter Tabellennachbar, ist wieder alles drin für die Schwarz-Gelben. Aber das gilt natürlich auch für den VfB, der mit einem Sieg zumindest einen Platz gutmachen würde. Man kommt mit dem Rückenwind eines klaren Heimsieges angereist, an dem Elias Weber mit einem Doppelpack maßgeblichen Anteil hatte. Insgesamt hat Weber schon zehn Buden in dieser Runde gemacht und damit einen gebührenden Anteil am Erfolg seiner Truppe. Aber bekanntlich braucht es immer elf Mann zum Kicken, und so wird auch am Sonntag eine geschlossene Mannschaftsleistung nötig sein, um Erfolg zu haben.

Das gleiche gilt natürlich fast für alle Teams in der Kreisliga, und mit einer engagierten Leistung war die SpG Waldhausen/Laudenberg in der Vorwoche ganz nah dran, Zählbares beim Spitzenreiter zu holen. Letztlich fuhr die SpG aber doch nur mit Lob, aber ohne Punkte im Gepäck wieder nach Hause, ein kleiner Rückschlag für die Reichert-Elf nach zuvor zwei Siegen. Jetzt empfängt man den SV Schlierstadt, das Team, das alles kann – außer Unentschieden. Die Mannschaft von Sebastian Fuchs gewinnt entweder ihre Spiele, wie zuletzt gegen Großeicholzheim. Oder es gibt nichts Zählbares, wie in der Woche zuvor. Sekt oder Selters, Alles oder Nichts heißt es dann wohl auch in Laudenberg, wobei die Tabellensituation – zumindest für den SVS – aktuell völlig entspannt ist, Reichert, Zimmermann & Co. dürften da schon eher einen gewissen Druck verspüren.

Völlig ohne Druck kann dagegen die Eintracht aus Walldürn nach Hainstadt reisen. Und warum? Klar, wenn jeder mit einer Niederlage rechnet, und das dürften die allermeisten aufgrund des bisherigen Saisonverlaufs wohl tun, dann hat man nichts zu verlieren, schlechter kann es nicht mehr werden. Doch auch zuletzt hatte die Elf von Sven Törke ihre Chancen, auch wenn das Ergebnis gegen Schloßau/Donebach am Ende wieder deutlich war. Ähnlich lief es zuletzt für Martin Bujaks Hainstadter, Höpfingens Berichterstatter bescheinigte eine nimmermüde Leistung, allein, es fehlten die Punkte. Und da diese schon seit vier Spielen auf sich warten lassen, muss man sich aktuell mit Rang acht zufriedengeben. Für Turra und Co. zählt am Sonntag also nur ein Heimsieg, dann kann man den kommenden Aufgaben wieder optimistischer entgegensehen.

Optimismus versprühen bei der SpG Heidersbach/Bödigheim aktuell wohl nur noch die eingefleischtesten Anhänger, zu eindeutig sind die Ergebnisse in dieser Spielzeit. Das 10:0 in Eberstadt war der bisherige Tiefpunkt in einer an Höhepunkten armen Saison. Zweckoptimismus lautet die Devise, einzig die Tatsache, dass jedes Spiel mit 0:0 und elf gegen elf beginnt, kann die von Trainerurgestein Dietmar Manz gecoachte Truppe positiv stimmen. Wobei der nächste Gegner, der Buchener TSV, auch noch keine überragende Runde spielt. Das Ergebnistableau ist ausgeglichen, je drei Siege, Remis und Pleiten stehen in den Büchern. Die Moral aber, die stimmt, und so gelang gegen Zimmern in der 95. Minute doch noch der Ausgleich. Das macht Mut, und so wird Björn Felch die Marschroute „Auswärtssieg“ ausgeben, wenn man am Samstag am Rande der B 27 antreten muss.

 
 
 
 
 
 

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